Für jeden leidenschaftlichen Gärtner ist sein Gewächshaus das Ein und Alles, denn hier können alle empfindlichen Pflanzen wohlbehütet überwintern. Daher ist es sehr wichtig, dass auch bei strengen Wintern im Gewächshaus immer eine angenehme Temperatur herrscht.
So lassen sich schon rechtzeitig zarte Sprösslinge unter dem Schutz vor äußeren Umwelteinflüssen heranziehen. Aus diesem Grund gewinnen, speziell auch im privaten Bereich, immer mehr Gewächshäuser an Bedeutung.
Aber was passiert, wenn die Winter lang und streng sind? Hier ist es dann unerlässlich, eine elektrische Gewächshausheizung zu verwenden. Mit einer elektrischen Gewächshausheizung ist man so gut wie unabhängig vom Wetter.
Die elektrische Gewächshausheizung fungiert dabei wie ein Frostwächter und schafft je nach Bedarf ein angenehmes Klima im Gewächshaus. Dieser Ratgeber erklärt Bauformen und Funktionsweise, rechnet Wattbedarf und Stromkosten durch, nennt die Anforderungen an Schutzart und Stromkreis und zeigt die passenden Geräte aus unserem Bestand. Eigene Messwerte finden Sie hier nicht, wir testen nicht selbst.
Sie möchten Ihre Pflanzen sicher über den Winter bringen? Dann machen Sie Ihr Gewächshaus winterfest. Alles Wichtige rund um das Winter-Gewächshaus und die passenden Produkte dazu finden Sie in der eigenen Rubrik.
Welche elektrische Gewächshausheizung kaufen?
Möchten Sie sich eine elektrische Gewächshausheizung kaufen, wissen aber nicht welche? Hier haben wir die passenden elektrischen Heizungen fürs Gewächshaus aus unserem Bestand zusammengestellt. Alle technischen Angaben sind Herstellerangaben, die Preise sind gerundete Momentaufnahmen und können sich jederzeit ändern.
Gebläseheizungen für Häuser ab etwa 5 m²
- Bio Green Palma mit manuellem Thermostat, 2.000 Watt* (rund 200 Euro): IPX4 spritzwassergeschützt, 163 m³/h Luftumwälzung, mit 4,6 von 5 bei 951 Bewertungen das am breitesten belegte Gerät im Bestand. Passt zur Last eines 6-m²-Glashauses.
- Bio Green Palma digital, 2.000 Watt* (rund 200 Euro): dieselbe Bauform mit digitalem Thermostat statt Drehregler, das enger schaltet. Sinnvoll, wenn Sie knapp am Frostpunkt regeln wollen.
- Bio Green Phoenix Gebläseheizung, 2.800 Watt*: die stärkste im Bestand, 4,6 von 5 bei 330 Bewertungen. 12,2 Ampere, sollte allein am Stromkreis hängen. Der ausgewiesene Preis liegt auffällig niedrig, prüfen Sie ihn auf der Produktseite.
- Aktobis WDH-BGP02, 2 kW* (rund 99 Euro): Elektroheizer mit separater Frostwächterstellung, 4,6 von 5 bei 710 Bewertungen. Kein ausgewiesenes Gartengerät, Aufstellort trocken wählen.
- Aktobis WDH-BGP03, 3 kW* (rund 105 Euro): für große oder schlecht gedämmte Häuser. 13 Ampere, also nur an einem eigenen 16-Ampere-Kreis.
Heizstäbe für kleine Häuser und Frühbeete
- Bio Green Heizstab, 135 Watt* (rund 140 Euro): lüfterlos, leise, ohne Luftzug an den Pflanzen. Teuer für die Leistung, dafür vom Spezialhersteller.
- Bio Green Frostwächter 135 Watt mit Digitalthermostat, IP55* (rund 140 Euro): höchste Schutzart im Bestand, mit Überhitzungsschutz. Für nasse Standorte die konsequenteste Wahl, bisher wenige Bewertungen.
- Royal Gardineer Stabheizung, 135 Watt, 105 cm, IP44* (rund 45 Euro): dieselbe Leistung zu einem Drittel des Preises, mit Temperaturregler und Wandmontage. 3,9 von 5 bei 147 Bewertungen.
- Royal Gardineer Stabheizung, 90 Watt, 71 cm, IP44* (rund 36 Euro): der günstigste Einstieg mit brauchbarer Schutzart, 4,3 von 5 bei 213 Bewertungen. Für Mini-Gewächshäuser.
Bodenwärme und Regelung
- Bio Green Wärmeplatte, 10 Watt, 25 × 35 cm* (rund 38 Euro): Wärme direkt unter der Anzuchtschale, rund 8 Cent für 24 Stunden. Keine Raumheizung.
- Bio Green Bodenheizkabel, 6 m* (rund 43 Euro): wasserdichtes Erdwärmekabel für Beet oder Frühbeet, 4,3 von 5 bei 155 Bewertungen.
- Bio Green Thermostat digital Thermo 2, max. 3.600 Watt* (rund 83 Euro): externes Thermostat zum Nachrüsten. Die 3.600 Watt Schaltleistung decken jedes Gerät auf dieser Seite ab.
Der vollständige Bestand steht unter Gewächshausheizung, Zubehör unter Gewächshaus-Zubehör, die Herstellerübersicht unter Bio Green.
Was ist eine elektrische Gewächshausheizung?
Bei der elektrischen Gewächshausheizung wird elektrischer Strom über eingebaute Heizspulen in Wärme umgewandelt. In größeren Gewächshausheizungen ist zusätzlich ein Ventilator eingebaut, der die erzeugte Wärme gleichmäßig im Gewächshaus verteilt.
In einer kleineren Heizung für Gewächshäuser findet man hingegen keinen eingebauten Ventilator, was aufgrund der Gewächshausgröße auch kein großes Problem darstellt. Die Wärme verteilt sich in der Regel auch ganz gut von alleine im Raum.
Die Installation der elektrischen Gewächshausheizung ist, falls eine Steckdose vorhanden ist, sehr einfach. Da es in einem Gewächshaus feucht werden kann, sollte die Steckdose auf jeden Fall für Feuchträume geeignet sein.
Die Inbetriebnahme ist wirklich einfach: Nachdem Sie den Stecker in die Steckdose gesteckt und die gewünschte Temperatur am Thermostat eingestellt haben, ist die elektrische Gewächshausheizung einsatzbereit. Um die Stromkosten im Rahmen zu halten, lässt sie sich über das Thermostat problemlos regulieren.
Vier Bauformen sind gängig, und sie taugen für sehr Unterschiedliches:
- Gebläseheizung: Heizregister mit Lüfter, meist 1.500 bis 3.000 Watt. Verteilt die Wärme im ganzen Haus und verhindert kalte Ecken, die Standardlösung ab etwa 5 m². Braucht freien Luftweg.
- Konvektor: Flaches Gerät ohne Lüfter, 700 bis 2.300 Watt, arbeitet über aufsteigende Warmluft. Leise, verteilt die Wärme aber ungleichmäßiger. Viele Modelle sind reine Innenraumgeräte ohne Schutzart.
- Stabheizung: Langes Rohr mit 50 bis 150 Watt unter dem Pflanztisch. Leise und langsam, für kleine Häuser und Frühbeete.
- Bodenwärme: Wärmeplatten und Bodenheizkabel mit 10 bis 100 Watt heizen den Wurzelraum statt des Luftvolumens. Energetisch die günstigste Variante, schützt aber nur die Anzucht.
Ein Hinweis dazu: Heizlüfter aus dem Wohnraumregal sind verlockend billig, im Gewächshaus aber meist fehl am Platz. Ihnen fehlt die Schutzart gegen Spritzwasser, und ihr Thermostat regelt oft erst ab 10 °C aufwärts.
Wie funktioniert eine elektrische Gewächshausheizung?
Das Funktionsprinzip einer elektrischen Gewächshausheizung ist vergleichbar mit dem eines elektrischen Heizlüfters. Für den Betrieb werden zwei Komponenten benötigt. Zum einen das Heizelement mit der eingebauten Heizspirale. Bei einfachen Gewächshausheizungen ist diese Spirale aus Metall, bei hochwertigeren Geräten aus Keramik.
Die zweite Komponente ist ein Gebläse oder Ventilator, der die erwärmte Luft im Raum verteilt. Ein Thermostat überwacht dabei konstant die Temperatur im Raum, schaltet je nach Bedarf die Heizspiralen an und erwärmt dadurch die Luft.
Daher ist die elektrische Gewächshausheizung sehr effektiv und sparsam im Betrieb. Die Heizspiralen werden nur eingeschaltet, wenn die Temperatur unter den eingestellten Wert sinkt. Bei Aufstellung und Installation sollte man immer darauf achten, dass die Luftein- und Luftauslässe frei sind und nicht durch davor gestellte Gegenstände wie Gießkannen oder andere Utensilien versperrt werden.
Da die Luft an der Heizspirale sehr heiß werden kann, ist es zudem möglich, dass eine Kunststoff-Gießkanne anfängt zu verschmoren. Zur Sicherheit befindet sich in der elektrischen Heizung für das Gewächshaus ein Überhitzungsschutz, der im Falle von Überhitzung das Heizelement abschaltet.
Wie viel Watt brauche ich?
Die Heizleistung folgt aus der Bauphysik: Wärmebedarf = U-Wert der Eindeckung × Hüllfläche × Temperaturunterschied. Die U-Werte unten sind Richtwerte für die Bauart und keine eigenen Messungen, sie hängen von Dichtigkeit, Wind und Alter des Hauses ab.
Beispiel: freistehendes Gewächshaus mit 6 m² Grundfläche, Wände plus Dach ergeben rund 20 m² Hüllfläche, minus 5 °C draußen und plus 5 °C innen, also 10 Kelvin Unterschied:
- Einfachglas oder Einfachfolie (Richtwert 5,5 W je m² und Kelvin): 20 × 5,5 × 10 = 1.100 Watt
- Hohlkammerplatte 6 mm (Richtwert 3,3): 20 × 3,3 × 10 = 660 Watt
- Hohlkammerplatte plus Noppenfolie innen (Richtwert 2,5): 20 × 2,5 × 10 = 500 Watt
Auf diesen Wert kommen 20 bis 30 Prozent Reserve für Zugluft an Tür und Fensterfalz: etwa 1.400 Watt für das Glashaus, rund 650 Watt für das gedämmte Plattenhaus. Welche Eindeckung wie viel Wärme hält, steht im Material-Vergleich.
Soll das Haus auf 12 °C temperiert werden statt nur frostfrei zu bleiben, steigt der Unterschied auf 17 Kelvin und der Bedarf um zwei Drittel. Rechnen Sie das für Ihre Zieltemperatur durch, das ist der wichtigste Schritt. Als Faustregel deckt sich das mit der alten Empfehlung: kleines Gewächshaus 500 bis 800 Watt, größeres Haus ab 2.000 Watt.
Der Stromkreis setzt die Obergrenze
Anders als bei Gas begrenzt hier die Leitung. Der Strom ergibt sich aus Leistung ÷ Spannung:
- 2.000 Watt ÷ 230 Volt = 8,7 Ampere
- 2.800 Watt ÷ 230 Volt = 12,2 Ampere
- 3.000 Watt ÷ 230 Volt = 13,0 Ampere
Ein üblicher Haushaltsstromkreis ist mit 16 Ampere abgesichert. Ein 3-kW-Gerät belegt davon 13 Ampere und verträgt keinen zweiten Verbraucher am selben Kreis. Bei langen Zuleitungen in den Garten kommt der Spannungsabfall hinzu, zu dünne Querschnitte erwärmen sich. Das sollte dann eine Elektrofachkraft prüfen.
Stromkosten: die Rechnung
Der Verbrauch ist Leistung × Laufzeit: Kilowattstunden = Watt ÷ 1.000 × Stunden. Der springende Punkt ist die Einschaltdauer, und die lässt sich abschätzen: Ein Thermostatgerät läuft im Mittel so lange, wie es braucht, um den Wärmebedarf zu decken. Es gilt also Einschaltdauer ≈ Wärmebedarf ÷ Nennleistung.
Für das gedämmte Plattenhaus (660 Watt Bedarf) und ein 2.000-Watt-Gerät sind das 660 ÷ 2.000 = 33 Prozent. Über eine Frostnacht von 12 Stunden, bei angenommenen 0,35 Euro je Kilowattstunde:
- 2,0 kW × 12 h × 0,33 = 7,9 kWh, das sind rund 2,80 Euro je Nacht
- Bei 60 Frostnächten je Saison: 474 kWh, also etwa 166 Euro
Für das ungedämmte Glashaus mit 1.100 Watt Bedarf steigt die Einschaltdauer auf 55 Prozent: 13,2 kWh je Nacht, rund 4,60 Euro, über 60 Nächte etwa 277 Euro. Der Strompreis von 0,35 Euro ist eine Annahme, setzen Sie Ihren eigenen Tarif ein.
Wichtig daran: Die Nennleistung ändert die Kosten kaum, solange ein Thermostat regelt. Ein 2.800-Watt-Gerät läuft im selben Haus kürzer als ein 2.000-Watt-Gerät und verbraucht ähnlich viel. Kosten senkt nur ein kleinerer Wärmebedarf, also Dämmung und niedrigere Zieltemperatur.
Dieselbe Formel für die kleinen Geräte:
- Heizstab 135 Watt, 12 Stunden Dauerbetrieb: 1,6 kWh, rund 0,57 Euro
- Bodenheizkabel 100 Watt, 24 Stunden: 2,4 kWh, rund 0,84 Euro
- Wärmeplatte 10 Watt, 24 Stunden: 0,24 kWh, rund 0,08 Euro
Diese Werte sind niedriger, weil die Aufgabe kleiner ist. Ein 135-Watt-Heizstab hält kein 10-m²-Haus bei minus 10 °C frostfrei, egal wie günstig er läuft. Wie viel sich durch Dämmung und die richtigen Einstellungen sparen lässt, steht im Ratgeber Gewächshaus heizen im Winter.
Gewächshausheizung elektrisch betreiben mit einem Thermostat
In fast allen auf dem Markt befindlichen elektrischen Gewächshausheizungen ist ein Thermostat eingebaut. Durch dieses Thermostat kann die Temperatur stufenlos und ganz nach Wunsch eingestellt werden. Sobald die gewünschte Temperatur im Gewächshaus erreicht wird, schaltet die Heizung in den Ruhemodus.
Das Thermostat überwacht ständig die Raumtemperatur, und wird ein zuvor eingestellter Wert unterschritten, heizt die Gewächshausheizung den Raum wieder auf. Daher kann die elektrische Gewächshausheizung auch als Frostwächter arbeiten und bei einem unvorhergesehenen Temperaturabfall das Gewächshaus vor zu niedrigen Temperaturen bewahren.
Oft wird bei einer preisgünstigen elektrischen Gewächshausheizung auf Komfort verzichtet, und die Temperatur muss von Hand eingestellt und reguliert werden. Daher ist es ratsam, sich vor dem Kauf genau die Funktionen anzuschauen. Auf die Frostwächter-Funktion sollten Sie nicht verzichten.
Drei Punkte entscheiden über die Regelqualität:
- Regelbereich: Er muss den Frostschutzbereich abdecken. Geräte, deren Thermostat erst bei 10 °C zu regeln anfängt, heizen unnötig viel.
- Schaltgenauigkeit: Digitale Regler schalten enger als mechanische Bimetallthermostate.
- Fühlerposition: Ein Fühler im Gerätegehäuse misst die eigene Abwärme mit. Ein externer Fühler auf Pflanzenhöhe regelt realistischer.
Im Sommer kann ohne Zuschaltung der Heizspirale auch nur die Luft im Gewächshaus durch den Ventilator zirkulieren und wirkt dadurch als Kühlung für die Pflanzen. Wichtig ist beim Kauf, dass ein hohes Maß an Sicherheit gewährleistet ist, denn in einem Gewächshaus ist es mitunter sehr feucht. Es muss gewährleistet sein, dass die Heizung einen hohen Schutz gegen Luftfeuchtigkeit und Spritzwasser bietet. Einzelne Geräte haben zusätzlich eine programmierbare Zeitschaltuhr eingebaut.
Schutzart, Stromkreis, Sicherheit
Das Gewächshaus ist ein feuchter Raum mit Gießwasser, Kondensat und Erde. Darauf sind die meisten Heizgeräte nicht ausgelegt:
- Schutzart: Mindestens IP44, besser IPX4 oder IP55. Fehlt die IP-Angabe, ist das Gerät für den Innenraum gedacht.
- Fehlerstrom-Schutzschalter: Der Stromkreis sollte über einen RCD laufen, üblich sind 30 mA.
- Kabel: Nur Leitungen für den Außenbereich, Steckverbindungen aus dem Gießbereich heraus, Kabeltrommeln abrollen.
- Freier Luftweg: Gebläseheizungen dürfen nicht von Vlies, Folie oder Blattwerk verdeckt werden. Ein Überhitzungsschutz im Gerät ist ein sinnvolles Kaufkriterium.
- Feuchtraum-Steckdose: Die Steckdose im Gewächshaus muss für Feuchträume zugelassen sein.
Beim Gewächshaus heizen immer für eine gute Durchlüftung sorgen
Beim Gewächshaus heizen sollte man immer für eine gute Durchlüftung sorgen, denn die Gewächshausheizung erzeugt die Wärme ja nur an einem bestimmten Punkt, und zwar dort, wo die Heizung steht. Hier besteht die Gefahr, dass Pflanzen, die zu nahe an der Heizung stehen, Schaden nehmen.
Andere Pflanzen wiederum, die zu weit weg platziert sind, können unter Umständen nicht genug Wärme erhalten und werden im Wachstum beeinträchtigt. Viele der angebotenen elektrischen Gewächshausheizungen verfügen daher über eine eingebaute Lüftungsfunktion. Hierbei wird die Luft an verschiedenen Stellen aus dem Gerät geblasen, um so das Gewächshaus gleichmäßig zu beheizen. Um größere Gewächshäuser optimal zu beheizen, lohnt es sich, mehrere kleinere Gewächshausheizungen einzusetzen. So verteilt sich die Wärme wesentlich besser im Gewächshaus.
Oft vergessen: Wer heizt, muss lüften. Warme Luft nimmt mehr Feuchtigkeit auf, die nachts an den kalten Scheiben kondensiert. Ohne Luftwechsel begünstigt das Grauschimmel, siehe den Ratgeber zur Belüftung.
Die Vorteile einer elektrischen Gewächshausheizung
Der größte und wesentlichste Vorteil der elektrischen Gewächshausheizung gegenüber der gasbetriebenen Variante ist, dass hier keine Abgase im Innenraum entstehen. Es wird kein Sauerstoff verbrannt, und dieser steht im vollen Umfang dem Pflanzenwachstum zur Verfügung. Auch kommt kein zusätzlicher Wasserdampf ins Haus, wie er bei jeder Gasverbrennung anfällt.
Alternativ zur elektrischen Gewächshausheizung und zur Gas-Gewächshausheizung ist auch eine Solar-Lösung möglich, die auf Basis von Photovoltaik arbeitet. Diese speichert die Sonnenenergie in Form von Strom in Akkus und kann bei Bedarf die elektrische Gewächshausheizung betreiben.
- einfache Handhabung: Stecker in die Steckdose und los geht es
- überschaubare Anschaffungskosten
- geringer Platzverbrauch im Gewächshaus
- keine Abgase und kein Wasserdampf im Innenraum
- bei Heizgebläsen im Sommer auch mit Ventilator-Funktion nutzbar
- bei einzelnen Modellen mit integrierter Zeitschaltuhr
- einfache Montage
- meistens auch als Frostwächter nutzbar
Welche Nachteile hat eine elektrische Gewächshausheizung?
Es gibt natürlich auch ein paar Nachteile bzw. Punkte, die bei einer elektrischen Heizung beachtet werden müssen:
- hohe Betriebskosten, denn jede Kilowattstunde Wärme kostet eine Kilowattstunde Strom
- bei Heizungen ohne Frostwächter-Funktion unkontrollierbare Folgekosten für Strom
- die Heizung muss für die Nutzung in feuchten Räumen geeignet sein (Stromschlaggefahr)
- ein Stromanschluss im Gewächshaus ist Voraussetzung
- starke Geräte belegen einen Stromkreis nahezu allein
Und es gibt nicht nur elektrische Gewächshausheizungen. Wir stellen nachfolgend zwei Alternativen im Kurzporträt vor.
Erste Alternative: Gewächshausheizung Solar
Die Solar-Gewächshausheizung ist für die Umwelt eine der besten Lösungen. Hierbei werden Photovoltaik-Elemente auf das Dach eines Schuppens oder des Hauses gebaut, und diese speichern die Sonnenenergie in großen Akkus.
Der selbst erzeugte Strom wird so in Wärme umgewandelt und an das Gewächshaus-Innere weitergeleitet. Durch die Speicherung der Energie in Akkus kann die Wärme sowohl am Tag als auch in der Nacht erzeugt werden und das Gewächshaus dadurch vor Frost schützen.
Die Komponenten einer Solar-Gewächshausheizung lassen sich einfach installieren. Hierbei werden die Photovoltaik-Elemente auf das Dach montiert und mit dem eigentlichen Gerät verbunden. Die Lage muss optimal zur Sonne sein, denn andernfalls können die Module nicht ausreichend Strom erzeugen. Ist die Lage ungünstig, sollte lieber auf eine Gewächshausheizung mit Gas oder eine netzbetriebene elektrische Gewächshausheizung zurückgegriffen werden.
Zweite Alternative: Gewächshausheizung Gas
Eine Gas-Gewächshausheizung wird mit Flüssig- oder Propangas betrieben. Sie hat einen entscheidenden Vorteil, denn sie erzeugt nicht nur Wärme, sondern auch für das Pflanzenwachstum nutzbares CO2.
Um eine sichere Nutzung zu gewährleisten, sollte unbedingt eine Thermosicherung vorhanden sein, dazu eine Sauerstoffmangelsicherung. Diese schaltet die Gasversorgung bei Bedarf ab. Für den sicheren Betrieb sind neben der Gasflasche auch ein Druckminderer und ein dauerhaft offener Lüftungsquerschnitt nötig, denn die Geräte arbeiten unbelüftet und geben Kohlendioxid und Wasserdampf in den Innenraum ab. Alle Gasgeräte stehen in der Rubrik Gewächshausheizung.
Mehr Sicherheit im Gewächshaus durch einen Frostwächter
Die meisten Gewächshausheizungen fungieren in der Regel als Frostwächter im Gewächshaus. Es gibt aber auch elektrische Gewächshausheizungen, die rein als Frostwächter arbeiten, um so die empfindlichen Pflanzen vor einem unvorhergesehenen Temperatureinbruch zu schützen.
Diese Geräte halten keine konstanten Temperaturen im Gewächshaus und sind in der Anschaffung günstiger als eine vollwertige elektrische Gewächshausheizung. In größeren Gewächshausheizungen ist die Frostwächter-Funktion üblicherweise bereits eingebaut. Schauen Sie aber trotzdem vor dem Kauf auf die zusätzliche Angabe, zum Beispiel "mit Frostwächter-Funktion" oder "mit Thermostat".
Sollte die Temperatur unvorhergesehen auf Minusgrade sinken, dann wird das Gewächshaus automatisch auf eine zuvor eingestellte Temperatur beheizt.
Gewächshausheizung elektrisch: die meistgestellten Fragen
Was bedeutet "thermostatisch geregelt"?
Beim thermostatisch geregelten Heizen schaltet die Heizung beim Erreichen einer eingestellten Temperatur automatisch auf die kleinste Heizstufe zurück.
Sollte die Temperatur wieder unter eine zuvor eingestellte Toleranzgrenze fallen, heizt die elektrische Gewächshausheizung wieder auf. So wird im Gewächshaus eine gleichbleibende Temperatur sichergestellt.
Was bedeutet Luftumwälzung?
Mit der Luftumwälzung wird angegeben, welche Luftmenge der Ventilator in welchem Zeitraum bewegen kann, üblicherweise in Kubikmetern pro Stunde.
Für was gibt es eine Thermosicherung?
Sollte die Temperatur im Gerät zu hoch werden, schaltet die Thermosicherung den Strom automatisch ab.
Wie viel Watt braucht meine Gewächshausheizung?
Das hängt an Hüllfläche, Eindeckung und Zieltemperatur. Für ein 6-m²-Haus liegt der Bedarf je nach Eindeckung zwischen 500 und 1.400 Watt, die Rechnung dazu steht weiter oben.
Unser Fazit für elektrische Gewächshausheizungen
Mit der elektrischen Heizung fürs Gewächshaus wird der Innenraum besonders schnell und effektiv auf eine zuvor eingestellte Temperatur aufgeheizt. Dabei kann die elektrische Gewächshausheizung entweder auf dem Boden stehen oder an Decke oder Wand installiert werden.
Für den Betrieb muss sich lediglich eine Steckdose im Gewächshaus befinden, weitere Arbeiten sind nicht nötig. Ist keine Steckdose in der Nähe, kann eine Leitung für den Außenbereich helfen, sie muss aber zur Stromaufnahme des Geräts passen.
Die Anschaffungskosten halten sich im übersichtlichen Rahmen, der Verbrauch ist dagegen der Preis dieser Bauart: Er hängt an der Einschaltdauer und damit vor allem an der Dämmung des Hauses. Damit die Heizung mobil eingesetzt werden kann, haben viele Geräte einen wärmeisolierten Tragegriff.
Wenn Sie sich eine Bio Green Palma Gewächshausheizung kaufen, können Sie diese im Sommer auch als Ventilator nutzen, denn mit der Kaltstufe wird die Heizspirale nicht eingeschaltet. Auch dadurch wird die Luft im Gewächshaus besser verteilt.
Kurz zusammengefasst
- Bedarf zuerst rechnen: Hüllfläche × U-Wert × Temperaturunterschied, plus 20 bis 30 Prozent Reserve. Ein 6-m²-Haus liegt je nach Eindeckung zwischen 500 und 1.400 Watt.
- Stromaufnahme gegen die 16 Ampere des Stromkreises prüfen: 3.000 Watt sind 13 Ampere und brauchen einen eigenen Kreis.
- Die Kosten hängen an der Einschaltdauer, nicht an der Nennleistung. Bei 33 Prozent kostet eine 12-Stunden-Frostnacht mit 2.000 Watt rund 2,80 Euro (Annahme 0,35 Euro je kWh), 60 solche Nächte rund 166 Euro.
- Dämmung senkt die Kosten stärker als jedes Gerätemerkmal, weil sie Bedarf und Laufzeit halbiert.
- Mindestens IP44, Betrieb über einen Fehlerstrom-Schutzschalter, Thermostat mit Regelbereich im einstelligen Plusbereich.
- Heizen und Lüften gehören zusammen, sonst kondensiert die Feuchtigkeit an den Scheiben.
Ohne Stromanschluss oder für den Vergleich aller Methoden lesen Sie weiter unter Gewächshaus heizen im Winter.
Weiterlesen
- Mit Gas heizen, wenn keine Steckdose da ist
- Frostwächter: nur so viel heizen, dass es frostfrei bleibt
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