Sobald die Temperaturen sinken und die Sonne im Gewächshaus keine ausreichende Wärme mehr erzeugt, benötigt jeder Gewächshaus-Besitzer eine Gewächshausheizung. Dieser Ratgeber erklärt, wie eine Gasheizung im Gewächshaus arbeitet, rechnet Leistungsbedarf und Propanverbrauch durch, benennt die Sicherheits- und Belüftungsanforderungen und zeigt die Gasgeräte aus unserem Bestand. Eigene Messwerte gibt es hier nicht, wir testen nicht selbst.
Mit der Gewächshausheizung Gas zu verbrennen und dabei Wärme zu erzeugen, ist die Hauptaufgabe dieses Heizungstyps. Die erzeugte Wärme wird bei größeren Gewächshausheizungen zusätzlich mit Hilfe eines Ventilators im Raum verteilt.
Eine Gas Gewächshausheizung ist eine gute Alternative, falls es keinen Stromanschluss im Gewächshaus gibt. Die Energieversorgung erfolgt über eine Propan-Gasflasche und ist dadurch imstande, problemlos Gewächshäuser in einer Größe von bis zu 30 Quadratmetern oder mehr zu beheizen.
Die Temperatur kann mittels eines Thermostats dynamisch geregelt werden, um so das gewünschte Mikroklima für die Pflanzenzucht zu schaffen. Je nach Modell und Ausführung ist es möglich, die Temperatur über einen Frostwächter überwachen zu lassen, welcher die Gas-Gewächshausheizung automatisch bei zu niedriger Temperatur einschaltet.
Die Gas Gewächshausheizung ist eine der kostengünstigsten Heizungen für Gewächshäuser. Bei Gas wird nahezu die gesamte eingesetzte Energie tatsächlich in Raumwärme umgewandelt, und zwar aus einem einfachen Grund: Die Geräte für Gewächshäuser arbeiten unbelüftet, es gibt also keinen Schornstein, über den Wärme verloren geht. Genau deshalb ist die Belüftung des Gewächshauses aber ein echtes Thema und keine Formalie, dazu weiter unten mehr.
Auch aufgrund der besonders kompakten Abmessungen lässt sich die gasbetriebene Gewächshausheizung praktisch überall im Gewächshaus platzieren. Noch kostengünstiger arbeitet eine Gewächshausheizung, die an einen Hausgasanschluss angeschlossen werden kann. Das lässt sich allerdings nur realisieren, wenn bereits ein Anschluss direkt vom Gasnetz der Stadtwerke besteht.
Sie möchten Ihre Pflanzen sicher über den Winter bringen? Dann machen Sie Ihr Gewächshaus winterfest. Alles Wichtige rund um das Winter-Gewächshaus und die passenden Produkte dazu finden Sie in der eigenen Rubrik.
Welche Gas Gewächshausheizung kaufen?
Möchten Sie sich eine gasbetriebene Gewächshausheizung kaufen, wissen aber nicht welche? Hier haben wir die aussagekräftigsten Gasheizungen fürs Gewächshaus aus unserem Bestand zusammengestellt. Alle technischen Angaben sind Herstellerangaben, die Preise sind gerundete Momentaufnahmen und können sich jederzeit ändern.
Mit Thermostat und dokumentierter Sicherheitsausstattung
- Bio Green EcoPilot, 4.500 Watt* (rund 200 Euro): das einzige Gerät im Bestand mit ausgewiesenem Thermostat-Regelbereich von 0 bis 20 °C, also genau dem Frostschutzbereich. Edelstahl, Bodenmontage, nach Herstellerangabe für Gewächshäuser bis 22 m². Für Frostschutz die passendste Regelung.
- HPV Gasheizer 4 kW mit Thermostat und Piezozündung* (rund 149 Euro): laut Datenblatt mit Zündsicherung und Sauerstoffmangelsicherung, Propan, bis 80 m³, Schlauch dabei, Druckminderer nicht. Die am besten dokumentierte Sicherheitsausstattung im Bestand, aber erst wenige Bewertungen.
- Gazcamp Propangas-Heizung 2,0 kW mit Thermostat 7 bis 32 °C* (rund 180 Euro): Edelstahl, Boden- oder Wandmontage. Der Regelbereich beginnt erst bei 7 °C, für reinen Frostschutz also mehr Wärme als nötig.
Die etablierten Katalytgeräte
- Cago Gewächshausheizung Gas, 4.000 Watt* (rund 159 Euro): mit 114 Bewertungen und 4,4 von 5 Sternen das am besten belegte Gasgerät im Bestand. Klassischer Standardaufbau, keine besonderen Extras.
- DEMA Gewächshausheizung Gas, 4.200 Watt* (rund 150 Euro): Edelstahl, flache Bauhöhe von 44 cm, 108 Bewertungen bei 4,0 von 5. Mit längerer Lieferzeit, kein Lagerartikel.
- Gazcamp GHH 4000, 4.000 Watt* (rund 159 Euro): 4,4 von 5 bei 11 Bewertungen, sofort lieferbar.
- Gazcamp GHH 2000, 2.000 Watt* (rund 149 Euro): die halbe Leistung zum fast gleichen Preis. Sinnvoll für Häuser bis etwa 6 m², weil das Gerät seltener taktet und weniger Wasserdampf einträgt. 3,9 von 5 bei 63 Bewertungen.
Stand- und Wandgeräte für größere Häuser
- HPV Gasofen Stand und Wand, 4 kW, Edelstahl* (rund 180 Euro): 4,0 von 5 bei 25 Bewertungen, wahlweise Boden- oder Wandmontage.
- HPV Stand- und Wandheizung 4 kW, grün* (rund 159 Euro): dieselbe Bauart lackiert statt Edelstahl, rund 20 Euro günstiger.
Die vollständige Rubrik steht unter Gewächshausheizung, die Herstellerübersichten unter Bio Green und Gazcamp.
Was zeichnet eine Gas Gewächshausheizung aus?
Der größte Vorteil einer Gas Gewächshausheizung ist, dass sie besonders flexibel im Gewächshaus anzubringen oder aufzustellen ist. Aufgrund ihrer kompakten Maße ist sie ortsungebunden und benötigt keinen Stromanschluss wie beispielsweise eine elektrische Gewächshausheizung.
Kleiner Nachteil ist, dass sie etwas größer ist und für den Betrieb eine Gasflasche bzw. Gaszufuhr benötigt. Die Gas-Gewächshausheizung stellt aber die einzige Alternative für größere Gewächshäuser dar, die über keinen Stromanschluss verfügen. Zudem verfügt die gasbetriebene Gewächshausheizung über eine besonders hohe Effizienz in der Verbrennung und besitzt bei entsprechender Ausstattung einen hohen Sicherheitsstandard.
Wie funktioniert eine gasbetriebene Gewächshausheizung?
In den meisten Gewächshausheizungen, die mit Gas betrieben werden, ist ein stufenlos einstellbares Thermostat eingebaut, mit dem sich die Raumtemperatur leicht und unkompliziert einstellen lässt. Sobald die gewünschte Raumtemperatur im Gewächshaus erreicht wurde, schaltet das Thermostat der Gewächshausheizung in die kleinste Heizstufe oder sogar völlig ab. Somit wird kaum bzw. kein Gas verbraucht.
Fällt die Temperatur unter den eingestellten Schwellwert, so schaltet das Thermostat die Flamme über ein Piezoelement (wie bei einem Feuerzeug) wieder ein. Dann wird der Raum erneut auf die zuvor eingestellte Temperatur aufgeheizt bzw. auf Temperatur gehalten. Somit dient diese Funktion gleichzeitig als dauerhafter Frostschutz für das Gewächshaus im Winter.
Sollte sich im Gewächshaus zu wenig Sauerstoff befinden, schaltet die Sauerstoffmangelsicherung die Gas-Gewächshausheizung sofort ab. Ein Gerät ohne Thermostat verbrennt dagegen auch dann Gas, wenn es längst zu warm ist.
Zwei Bauarten sind verbreitet:
- Katalytheizung: Das Gas reagiert an einer beschichteten Fläche bei niedriger Temperatur, ohne sichtbare Flamme. Läuft leise und gleichmäßig, reagiert aber träge.
- Brenner mit Zündsicherung und Piezozündung: Klassischer Gasofen mit sichtbarer Flamme, als Stand- oder Wandgerät. Heizt schneller an, braucht mehr Abstand zu Pflanzen und Folie.
Wie viel Leistung brauche ich?
Der Wärmebedarf folgt aus Hüllfläche × U-Wert der Eindeckung × Temperaturunterschied. Die U-Werte sind Richtwerte für die Bauart, keine eigenen Messungen. Beispiel für ein freistehendes Haus mit 6 m² Grundfläche, rund 20 m² Hüllfläche, minus 5 °C außen und plus 5 °C innen, also 10 Kelvin Unterschied:
- Einfachglas oder Folie (Richtwert 5,5 W je m² und Kelvin): 20 × 5,5 × 10 = 1.100 Watt
- Hohlkammerplatte 6 mm (Richtwert 3,3): 20 × 3,3 × 10 = 660 Watt
Plus 20 bis 30 Prozent Reserve für Zugluft ergibt das etwa 1.400 beziehungsweise 850 Watt. Warum sind Gasgeräte dann mit 2.000 bis 4.500 Watt angegeben? Weil die Nennleistung die Volllast beschreibt: Ein 4-kW-Gerät läuft im Frostschutzbetrieb nur einen Bruchteil der Zeit oder in Kleinstellung. Endlos Reserve hilft aber nicht, denn ein stark überdimensioniertes Gerät taktet häufiger und produziert mehr Wasserdampf. Welche Eindeckung wie viel Wärme hält, steht im Material-Vergleich.
Welches Gas für meine Gewächshausheizung?
Die Wärme wird bei einer Gas Gewächshausheizung besonders effizient durch das Verbrennen von Gas erzeugt. Beim Heizen mit Gas entsteht kein Ruß, dafür aber Kohlendioxid und Wasserdampf, die bei den unbelüfteten Geräten vollständig im Gewächshaus bleiben.
Die Versorgung von Gas erfolgt bei der Gewächshausheizung meistens durch eine externe Gasflasche. Angeschlossen wird die Gasflasche über einen Gasschlauch mit einem Druckminderer. Als Gas gibt es ein spezielles Flüssiggas-Gemisch aus Propan oder Butan zu kaufen. Das Gas verflüssigt sich, wenn es unter Druck steht und eine Temperatur von etwa 20 Grad hat.
Daher kann Propangas sehr einfach und sicher in speziellen Gasflaschen gelagert werden. Flüssiggas hat darüber hinaus einen sehr guten Brennwert von rund 28 kWh/m³ und ist daher besonders effektiv. Wichtig für den Wintereinsatz: Nehmen Sie Propan, nicht Butan. Butan verdampft bei Temperaturen um 0 °C nicht mehr zuverlässig, Propan bleibt bis weit in den Minusbereich gasförmig.
Gasverbrauch: die Rechnung
Propan hat einen Heizwert von rund 12,8 Kilowattstunden je Kilogramm. Daraus lässt sich der Verbrauch direkt herleiten: Verbrauch in kg/h = Leistung in kW ÷ 12,8.
- 4.000-Watt-Gerät bei Volllast: 4 ÷ 12,8 = 0,31 kg/h. Eine 11-kg-Flasche reicht damit für rund 35 Betriebsstunden bei Volllast.
- 2.000-Watt-Gerät bei Volllast: 2 ÷ 12,8 = 0,16 kg/h, also rund 70 Volllaststunden je 11-kg-Flasche.
Realistischer ist der Teillastbetrieb. Für das gedämmte Plattenhaus von oben mit 660 Watt Bedarf und ein 4.000-Watt-Gerät ergibt sich eine Einschaltdauer von 660 ÷ 4.000 = 17 Prozent. Über eine Frostnacht von 12 Stunden:
- 12 h × 0,17 × 0,31 kg/h = rund 0,63 kg Propan je Nacht
- Eine 11-kg-Flasche hält damit etwa 17 Frostnächte
- Bei angenommenen 30 Euro Füllpreis je 11 kg, also 2,73 Euro je kg: rund 1,70 Euro je Nacht
Der Füllpreis ist eine Annahme und regional sowie nach Pfandmodell verschieden, setzen Sie Ihren eigenen Preis ein. Zum Vergleich dieselbe Wärmemenge elektrisch: 660 Watt über 12 Stunden sind 7,9 kWh, bei angenommenen 0,35 Euro je kWh rund 2,80 Euro. Gas liegt unter diesen Annahmen bei etwa 60 Prozent der Stromkosten, kostet dafür Handarbeit beim Flaschenwechsel und bringt Feuchtigkeit ins Haus. Für das ungedämmte Glashaus mit 1.100 Watt Bedarf steigen alle Werte um den Faktor 1,7: rund 1,04 kg Propan je Nacht, eine Flasche für etwa 10 Nächte.
Welche Gasflasche eignet sich?
Eine gasbetriebene Gewächshausheizung braucht zwingend auch eine Gasversorgung. Sofern Sie keinen direkten Anschluss an einen Gasanschluss vom Haus haben, müssen Sie sich mit einer zusätzlichen Gasflasche behelfen.
Übliche Gasflaschen-Größen
Gasflaschen gibt es in zwei üblichen Größen: 5 kg oder 11 kg. Bei der Gewichtsangabe handelt es sich um das inhaltliche Fassungsvermögen. Eine 5-kg-Gasflasche hat also eine Gasfüllung von 5 kg. Das Gewicht der Flasche selbst ist dann vom Material abhängig.
Gasflaschen Material
Beim Material der Gasflasche können Sie zwischen einer Stahl- oder einer Aluminium-Gasflasche wählen. Die Gasflaschen aus Aluminium sind leichter und einfacher zu transportieren, dafür aber auch etwas teurer. Eine Alu-Flasche wiegt leer etwa ein Drittel einer vergleichbaren Stahlflasche.
Als günstige Alternative können Sie sich auch eine Gasflasche aus Stahl kaufen. Diese tut es genauso, ist aber um einiges schwerer und dementsprechend nicht so leicht zu bewegen. Eine Sackkarre für den einfachen Transport kann da Abhilfe schaffen. Gasflaschen führen wir selbst nicht im Bestand, sie sind über Baumärkte, Tankstellen und Gashändler erhältlich, entweder als Eigentumsflasche oder im Pfand- und Tauschsystem.
Gasflaschen wo befüllen?
Die leeren Gasflaschen müssen natürlich noch befüllt werden. Am besten geht das an einer Auto-Gastankstelle. Oder Sie gehen zum nächsten Baumarkt und lassen die Gasflasche dort wieder befüllen oder tauschen sie gleich aus, das geht meist schneller.
Belüftung: der Punkt, an dem es ernst wird
Bei der Verbrennung von Propan entstehen aus jedem Kilogramm Gas nach der Reaktionsgleichung rund 3 kg Kohlendioxid und 1,6 kg Wasser. Beides bleibt bei unbelüfteten Geräten im Gewächshaus. Für die gerechneten 0,63 kg Propan je Nacht heißt das etwa ein Liter Wasser, der als Dampf in den Raum geht und sich nachts an den kalten Scheiben niederschlägt.
Daraus folgen Konsequenzen, die nicht verhandelbar sind:
- Sauerstoffzufuhr: Die Verbrennung verbraucht Sauerstoff. Ein dauerhaft offener Lüftungsquerschnitt ist Pflicht, kein Extra. Den Mindestquerschnitt nennt die Geräteanleitung.
- Sauerstoffmangelsicherung: Kaufen Sie nur Geräte mit Zündsicherung und Sauerstoffmangelsicherung (oft ODS genannt). Sie schaltet die Gaszufuhr ab, wenn der Sauerstoffgehalt sinkt. Bei unvollständiger Verbrennung entsteht Kohlenmonoxid, das geruchlos ist.
- Feuchtigkeit: Ohne Luftwechsel steigt die Luftfeuchte deutlich, was Grauschimmel begünstigt. Lüften Sie an frostfreien Tagen konsequent, siehe den Ratgeber zur Belüftung.
- Flasche außen: Möglichst außerhalb des Gewächshauses, stehend, gegen Umfallen gesichert und nicht in Vertiefungen. Flüssiggas ist schwerer als Luft und sammelt sich am Boden.
- Schlauch und Druckminderer: Vor jeder Saison auf Risse prüfen, das aufgedruckte Verfallsdatum beachten. Undichtigkeiten mit Lecksuchspray finden, nie mit einer Flamme.
- Abstände und Untergrund: Mindestabstände nach Anleitung zu Folie, Vlies und Pflanzen einhalten, Gerät auf festem, waagerechtem Untergrund aufstellen. Ein Fundament oder eine Plattenlage hilft hier doppelt.
- Kohlenmonoxid-Warner: Ein CO-Melder kostet wenig und ist bei jeder unbelüfteten Verbrennung sinnvoll.
Auf welche Sicherheitsaspekte sollte man vor und nach dem Kauf achten?
Hier ein paar Punkte, worauf man achten sollte:
- Beim Kauf einer Gas-Gewächshausheizung darauf achten, dass immer eine Thermosicherung sowie eine Sauerstoffmangelsicherung als Sicherheitsvorrichtungen eingebaut sind.
- Sicherheitseinrichtungen an der Gas-Gewächshausheizung dürfen niemals manipuliert werden.
- Aufgrund der hohen Temperatur am Gehäuse sollte man nach dem Ausschalten eine Weile warten, bis man das Gerät anfasst, ansonsten besteht Verbrennungsgefahr.
- Immer die Sicherheitshinweise befolgen, die in Form von Aufklebern oder in der Bedienungsanleitung stehen.
- Auf Sicherheitskennzeichnungen achten, also darauf, nach welchen Normen das Gerät geprüft wurde.
- An der Gas-Gewächshausheizung niemals mit einer offenen Flamme oder anderen Zündquellen arbeiten.
Dazu vier Punkte, die beim Vergleich der Angebote den Unterschied machen:
- Thermostat mit passendem Regelbereich: Für Frostschutz muss die Regelung im einstelligen Plusbereich arbeiten. Geräte, deren Bereich erst bei 7 °C beginnt, heizen mehr als nötig.
- Angabe zum Raumvolumen: Viele Hersteller nennen ein maximales Volumen in m³ oder eine Fläche in m². Das ist die einfachste Plausibilitätsprüfung gegen die eigene Hausgröße.
- Material und Montage: Edelstahl hält der Dauerfeuchte länger stand als lackiertes Stahlblech. Wandmontage hält das Gerät aus dem Gießbereich heraus.
- Lieferumfang: Prüfen Sie, ob Schlauch und Druckminderer dabei sind. Bei vielen Angeboten fehlt der Druckminderer.
Die Vorteile einer Gewächshausheizung Gas
Eine Gas Gewächshausheizung hat eine Reihe handfester Vorzüge:
- Gas-Gewächshausheizungen beheizen das Gewächshaus schnell auf die gewünschte Temperatur.
- Die Gasverbrennung ist sehr effizient und demzufolge kostengünstig im Betrieb.
- Die Gasheizung für das Gewächshaus gibt es als Standgerät oder zur Montage an der Wand.
- Durch ein regelbares Thermostat ist die Heizung auch als Frostwächter nutzbar.
- Kein Stromanschluss im Gewächshaus nötig.
- Die Betriebskosten liegen unter denen einer elektrischen Heizung, nach der Rechnung oben bei etwa 60 Prozent.
- Das erzeugte CO2 wirkt in maßvoller Konzentration wachstumsfördernd für die Pflanzen.
Die Nachteile einer Gewächshausheizung Gas
Neben den Vorteilen gibt es auch den einen oder anderen Nachteil, den wir nicht außer Acht lassen wollen:
- Es fallen einmalige Zusatzkosten für die Gasflasche an, je nach Anbieter als Kaufpreis oder als Pfand.
- Im Vergleich zur elektrischen Gewächshausheizung benötigt die gasbetriebene Variante aufgrund der Gasflasche etwas mehr Platz.
- Die schweren Gasflaschen müssen bis zum Einsatzort getragen und angeschlossen werden. Aluminium-Flaschen sind hier deutlich leichter.
- Jedes Kilogramm Propan bringt rund 1,6 kg Wasser als Dampf ins Haus, das erhöht die Luftfeuchte und damit das Schimmelrisiko.
- Wird zu viel Sauerstoff verbrannt, kann der Sauerstoffmangel für die Pflanzen wachstumshemmend sein.
- Ist die Gasflasche leer und Sie bemerken es zu spät, kann die Temperatur im Gewächshaus schnell abfallen, je nach Isolierung des Treibhauses.
- Die Gasflasche muss in regelmäßigen Abständen wieder aufgefüllt werden. Halten Sie am besten eine volle Ersatzflasche griffbereit.
Gibt es noch andere Möglichkeiten, das Gewächshaus zu beheizen?
Erste Alternative: Gewächshausheizung Solar
Für die Umwelt eine der besten Lösungen ist eine Gewächshausheizung, die mit Solarstrom betrieben wird. Hierbei werden Photovoltaik-Elemente auf das Dach eines Schuppens gebaut, und diese speichern die Sonnenenergie in Akkumulatoren.
Im Inneren des Gewächshauses befindet sich eine elektrische Heizung, die den selbst erzeugten Strom in Wärme umwandelt und das Gewächshaus auf eine angenehme Temperatur bringt. Durch die Speicherung der Energie in Akkus kann die Wärme sowohl am Tage als auch in der Nacht erzeugt werden, das Gewächshaus vor Frost schützen und dabei die Temperatur optimal halten.
Eine Solar-Gewächshausheizung lässt sich einfach installieren. Dabei sollte vor allem die Lage der Module optimal zur Sonne ausgerichtet sein. Ist das nicht der Fall, kann die Photovoltaik-Anlage nicht ausreichend Strom erzeugen. Dann sollte lieber auf eine Gas- oder eine elektrische Gewächshausheizung zurückgegriffen werden.
Zweite Alternative: Gewächshausheizung elektrisch
Eine elektrische Gewächshausheizung wandelt Strom über eingebaute Heizspulen in Wärme um. Vorteil hierbei ist, dass elektrisch erzeugte Wärme sehr genau reguliert werden kann. Die elektrische Gewächshausheizung gibt es in unterschiedlichen Größen, und zwar für kleinere, mittlere und sehr große Gewächshäuser. So ist für jede Gewächshaus-Größe das Passende dabei.
In den größeren Modellen wird die erwärmte Luft mittels eines Ventilators im Gewächshaus verteilt. Neben einem Thermostat, der die Wärme reguliert, sollte das Gehäuse spritzwassergeschützt sein. Das Thermostat dient neben der Temperaturregulierung auch zum Stromsparen.
Für ein kleineres Gewächshaus ist es ratsam, dass das Heizelement eine Heizleistung von mindestens 500 bis 800 Watt besitzt, bei größeren Gewächshäusern eine Heizleistung von mindestens 2.000 Watt. Durch den Stromverbrauch ist der Unterhalt einer elektrischen Gewächshausheizung teurer als bei Gas- oder solarbetriebenen Heizungen, bietet aber dafür einen sehr hohen Komfort. Mit einer integrierten Frostwächter-Funktion lässt sich ein Großteil der Stromkosten einsparen.
Mit einem Frostwächter das Gewächshaus heizen
In vielen Gas-Gewächshausheizungen ist eine Frostwächter-Funktion eingebaut, oder die Heizung dient rein zum Schutz vor Frost für die Pflanzen im Gewächshaus. Diese Art von Gewächshausheizungen hält keine konstante Temperatur und ist in der Anschaffung günstiger als eine vollwertige Gas-Gewächshausheizung.
Bei den größeren Gewächshausheizungen bietet die Frostwächter-Funktion einen automatischen Schutz vor Temperatureinbrüchen und heizt das Gewächshaus bei Bedarf auf eine voreingestellte Temperatur auf.
Gewächshausheizung mit Gas: Sie fragen, wir antworten
Was ist eine Sauerstoffmangelsicherung?
Sie ist eine der wichtigsten Funktionen bei einer Gas-Gewächshausheizung und unterbricht die Gaszufuhr, sobald der Sauerstoffgehalt der Raumluft absinkt. Damit verhindert sie eine unvollständige Verbrennung, bei der das geruchlose Kohlenmonoxid entstehen würde. Den genauen Auslösewert nennt die Anleitung des jeweiligen Geräts.
Was bedeutet "Anzünder verbaut"?
Bei einem Anzünder ist eine Piezozündung eingebaut, die durch einen Knopf oder den Gasregler eine Zündung der Flamme erlaubt. Hierbei wird der Zündfunke über Hochspannung durch einen speziellen Kristall erzeugt.
Für was ist die Thermosicherung?
Sollte die Temperatur im Gerät zu hoch werden, schaltet die Thermosicherung die Gaszufuhr automatisch ab.
Was genau bedeutet "thermostatisch geregelt"?
Sobald die Heizung die eingestellte Temperatur im Gewächshaus erreicht hat, schaltet das Thermostat automatisch auf die kleinste Stufe zurück. Sinkt die Temperatur wieder, heizt die Gewächshausheizung automatisch bis zur Toleranzgrenze und hält dadurch die Temperatur im Gewächshaus gleichmäßig.
Unser Fazit zur Gas Gewächshausheizung
Eine Gewächshausheizung mit Gas ist die naheliegende Lösung für jedes Gewächshaus, in dem sich kein Stromanschluss befindet. Durch den Betrieb mit Flüssiggas kann die Installation schnell und ohne großen Aufwand erfolgen.
Für die persönliche Sicherheit während des Betriebes sollte die Gas-Gewächshausheizung auf jeden Fall eine Thermosicherung und eine Sauerstoffmangelsicherung eingebaut haben. Achten Sie zudem auf ein gut belüftetes Gewächshaus, denn jedes Kilogramm Propan bringt Kohlendioxid und Wasserdampf in den Innenraum.
Die Gas-Gewächshausheizung sollte über ein Thermostat automatisch die eingestellte Temperatur halten und sich selbst ein- und ausschalten können. Diese Modelle sind zwar etwas teurer in der Anschaffung, jedoch bekommen Sie dafür mehr Komfort und mehr Sicherheit während der Nutzung.
Kurz zusammengefasst
- Gasgeräte für Gewächshäuser arbeiten unbelüftet: Wärme, CO2 und Wasserdampf gehen komplett in den Innenraum.
- Verbrauch = Leistung in kW ÷ 12,8. Ein 4-kW-Gerät zieht bei Volllast 0,31 kg Propan je Stunde, im Frostschutzbetrieb rund 0,63 kg je Nacht. Eine 11-kg-Flasche hält damit etwa 17 Frostnächte.
- Unter den genannten Annahmen liegen die Betriebskosten bei rund 60 Prozent einer elektrischen Heizung, dafür bringt jedes Kilogramm Propan etwa 1,6 kg Wasser ins Haus.
- Pflicht sind Zündsicherung, Sauerstoffmangelsicherung, ein dauerhaft offener Lüftungsquerschnitt und Propan statt Butan. Ein CO-Melder ist dringend zu empfehlen.
- Für reinen Frostschutz zählt ein Thermostat, dessen Regelbereich im einstelligen Plusbereich beginnt.
Den Überblick über Dämmung, Strom, Petroleum und passive Wärmespeicher gibt Gewächshaus heizen im Winter.
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